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Was ist Deformation?
Verbindung
Was ist Verformung? Welche Bedeutung hat sie im Ingenieurwesen?
Verformung ist die Veränderung der Form oder Position eines Bauwerks, des Untergrunds oder einer Anlage im Laufe der Zeit oder unter Belastung. Im Ingenieurwesen geht es bei der Frage „Was bedeutet Verformung?“ oft darum, zu klären: Ist diese Bewegung messbar, liegt sie innerhalb der Toleranz und birgt sie ein Risiko?
Kurz gesagt: Verformung ist eine messbare Verschiebung oder Verformung. Es ist kein einzelnes „Gleiten“, sondern eine nachweisbare Veränderung im Millimeter- bis Zentimeterbereich.
Sind Verformung und Schaden dasselbe?
Schaden ist eine sichtbare Verschlechterung wie Risse, Brüche, Leckagen oder Funktionsverlust. Er ist oft die Folge einer Verformung.
Verformung ist die Verschiebung eines Punktes, einer Fläche oder einer Achse relativ zu einem Bezugspunkt, noch bevor ein Schaden sichtbar ist. Auch eine erwartete Bewegung (innerhalb der zulässigen Toleranz) ist eine Verformung; nicht jede Bewegung bedeutet automatisch einen Ausfall.
Kurz gesagt: Jeder Schaden kann der Beginn eines Verformungsprozesses sein; nicht jede Verformung führt sofort zu einem Schaden. Die entscheidenden Faktoren sind Ausmaß, Richtung und Geschwindigkeit. Daher ist eine Einzelmessung unzureichend; eine Zeitreihe ist erforderlich.
Wo wird die Verformung überwacht?
Setzungen von Gebäuden und Brücken
Bewegungen von Stützmauern und Böschungen
Durchbiegung/Verschiebung von Industrietanks, Silos und Rohrleitungen
Setzungen oder horizontale Verschiebungen von Fundamenten
Ausdehnung oder Torsion aufgrund von Temperatur und Last
Wie wird die Verformung gemessen?
Ziel ist es, die Koordinaten oder Entfernungen ausgewählter Punkte regelmäßig zu messen und die Differenz zu dokumentieren.
Ein Referenznetz oder Kontrollpunkte werden festgelegt (in den meisten Projekten Passpunkte oder geodätische Stützen). Die erste Messung (Nullpunktmessung) wird durchgeführt und dokumentiert. Die gleichen Punkte werden mit derselben Methode erneut gemessen. Die Differenzen werden als Abweichung, Geschwindigkeit und Trend ausgewertet. Bei Abweichungen außerhalb der Toleranzgrenzen werden Maßnahmen oder eine intensivierte Überwachung geplant. Die Methode variiert je nach Projekt: Totalstation, GNSS, 3D-Laserscanning (Punktwolkenvergleich) oder spezielle Sensoren. Beim Laserscanning wird eine Probe von nahezu der gesamten Oberfläche erfasst. Bei der klassischen Methode werden ausgewählte Punkte überwacht.
Wichtige Hinweise
Messzeitpunkt und Koordinatensystem müssen festgelegt werden. Die Punkte müssen dauerhaft markiert werden; gehen sie verloren, ist die Messreihe unterbrochen. Einmaliges Scannen ersetzt nicht die Überwachung. Der Bericht muss Toleranzwerte, Datum und Methode enthalten.
KG Engineering
Wir bieten Unterstützung bei geodätischen Netzen, periodischen Messungen und, falls erforderlich, bei der Deformationsüberwachung mittels 3D-Laserscanning für Projekte in Istanbul und Umgebung. Die entsprechenden Definitionen finden Sie auf unseren Seiten „Anwendungen geodätischer Netze“, „Was ist ein Passpunkt (GCP)?“ und „Was ist 3D-Qualitätskontrolle (QA/QC)?“. Kontaktieren Sie uns für eine Ortsbesichtigung.










